Über mich
Von der Bühne zum Menschen: Eine Reise zur Humanistischen Psychologie
Aufgewachsen in Ostwestfalen, nahm ich bereits im Kindesalter Violinen- und Klavierunterricht. Früh war für mich klar, dass ich beruflich "etwas mit Bühne" machen wollte. Daher nahm ich parallel zur Schule Schauspiel- und Gesangsunterricht und sang in verschiedenen Bands und Chören. Auch mit dem E-Bass war ich unterwegs. Nach dem Abitur 1991 am Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück machte ich mich folgerichtig selbstständig als freischaffender Musiker.
Doch die Musik war nicht alles. Etwas fehlte....
Mein Weg führte mich 1994 an die Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar, wo ich zunächst Jazz-Gesang studierte, bevor ich 1996 zum klassischen Gesang wechselte. Die Bühne hatte mich erwischt. Die fantastischen Welten der Oper, das kratzbürstige Infragestellen von Gewohnheiten und vor allem die tiefen Gefühle, die nie nur schön waren, aber oft ergreifend, aufwühlend und bisweilen erschütternd...das fehlte in meiner Welt. Prägende Lehrer:innen wie meine Gesangsprofessorin Gudrun Fischer, Prof. Jürgen Langlotz (Sprecherziehung) sowie Prof. Reinhard Schau und Prof. Hermann Schneider (szenischer Unterricht) begleiteten mich. Als Mitglied der Liedklasse von Prof. Bätzel vertiefte ich meine künstlerische Ausdrucksfähigkeit. Engagements an Theatern wie Nordhausen, Annaberg-Buchholz und Bremen sowie Gastspiele an der Staatsoper Hamburg, der Staatsoper Hannover und im europäischen Ausland (Frankreich, Italien, Niederlande) prägten meine musikalische Laufbahn.
Immer mehr interessierte ich mich für Menschen, für Charaktere. Was bewog Menschen dazu, irrational, wider besseren Wissens zu handeln? Und welche Umstände führen dazu, dass Menschen psychische Krankheiten entwickeln. Nicht aufgrund von Verletzungen oder somatischen Krankheiten - sondern weil ihr Verhalten, ihre Gewohnheiten, ihr Persönlichkeitsstil in bestimmten Situationen nicht mehr funktional - nicht mehr angemessen sind.
2010 begann ich also ein Psychologie-Studium an der Fernuniversität Hagen, das ich 2015 mit dem Bachelor und 2018 mit dem Master abschloss. Parallel vertiefte ich meine Expertise durch Fortbildungen in Systemischer Familienberatung (Institut Oliver Watzal, München, 2016), als Personzentrierter Berater (GwG) (Institut Gabriele Isele, Hamburg, 2020) und zum Musiktherapeuten (Institut Dorothea Brzeski, Schaafheim, 2026). Weitere Schwerpunkte meiner Arbeit liegen in Psychodrama, Entspannungstherapie, Dialektisch-Behavioraler Therapie, Sozialer-Kompetenzförderung und Achtsamkeitstraining.
Seit 2019 arbeite ich als Psychologe am Klinikum Wahrendorff. Als psychologischer Familien- und Paarberater war ich zuvor bei der Evangelischen Beratungsstelle Duisburg tätig. Seit 2023 baue ich am Klinikum Wahrendorff die Abteilung „Musiktherapie“ mit auf – eine neue Struktur, die es in dieser Form zuvor nicht gab. Hier verbinde ich meine beiden Leidenschaften: die heilsame Kraft der Musik und die tiefgehende Arbeit der Psychologie.Heute stehe ich für einen humanistischen Ansatz, der den Menschen in und das persönliche, individuelle Wachstum in den Mittelpunkt stellt.
Ob in der Therapie, der Beratung oder der Musik - mein Anliegen ist es, Räume zu schaffen, in denen Entwicklung, Resonanz und Heilung möglich werden.
